Samstag, 11. April 2015

Haus im Emmental

Liebe BloggerInnen

Ja, das Emmental ist eines der schönsten Gebiete in der Schweiz. Hügelig, mit wunderschönen Bauernhöfen mit den typischen tiefen Dächern und mit viel Tradition. Wir haben das Glück, dass das "Mannelhüsli" zu unserer Familie gehört. Wenn ich Ruhe will, dann fahre ich gerne is Ämmitaler-Hüsli. Hier ist nur das Vogelgezwitscher, der Hahn vom Nebenhaus und das Geräusch der laufenden Traktore der Bauern zu hören.

Gerade eben habe ich ein paar Tage hier genossen. Ganz alleine, mit meiner Geige (hier nerve ich niemanden damit) und meinen Wanderschuhen. Da laufe ich bergauf, bergab und wenn man beim Vorbeigehen einem alten Bauernmännchen begegnet, welches sich auf dem Bänkli vor dem Haus mit einer Tabakspfeife am Ausruhen ist, dann hört man bei der Begrüssung ein lautes "Grüessgott" und wenn man ein paar Worte wechseln mag und sich verabschiedet, dann heisst es "Bhüet di Gott". Ich wähne mich dann immer Jahrzehnte zurück, denn diese Begrüssungs- und Abschiedsworte hört man nur von der älteren Generation. Ich mag nicht nur altes Handwerk und altes Wissen, sondern eben auch der Umgebung gehörende Ausdrucksweisen.

Ein kleiner Hausrundgang gefällig?

Eingang
Wohnzimmer
Küche und Galerie
Ich muss hier ja nicht sagen, dass ich die Wände am liebsten in einem "warmen weiss-sand" streichen würde. Die alten Holzmöbel würden danach viel mehr zur Geltung kommen. Was meint ihr?

Eine "Chouscht" darf natürlich auch nicht fehlen:

Hier auf dem Schaukelstuhl kann ich stundenlang verweilen bei den alten Platten. Natürlich sind CD's praktisch, aaaaber ich mag das ganze Ritual des Schallplattenauflegens. Heute muss immer alles schnell gehen: CD rein und eine Stunde Ruhe haben. Hier muss ich mich immer wieder entscheiden, ob ich den Musikstil beibehalten will oder eben nicht. Da hört man halt viel bewusster in die Musik rein, weil man vorher die Platte auflegen, den Staub entfernen und die Nadel aufsetzen muss. Tja, unsere schnelllebige Zeit hat uns mit den neuen und praktischen Artikeln nicht mehr Zeit beschert.......im Gegenteil. 

Altes Handwerk wird im Emmental immer noch gelebt und gepflegt. Auf meiner Wanderung vorgestern musste ich dies unbedingt mit meinem Handy festhalten. Dies habe ich versteckt mitten im Wald entdeckt. Hier werden fein säuberlich Bürdelis gemacht:



Nun wünsche ich euch allen einen schönen Sonntag.....das Wetter scheint prächtig zu werden. 

Herzlich, eure Barbara


Kommentare:

  1. Liebe Barbara
    Ach ja, einfach schön!! Ich wünschte mir ab und an, auch so ein Hüsli......Die Einrichtung ist ja voll g..l, wieso nicht ein Emmentaler Hüsli mit weissen Möbeln? ;-). Schöne Sunntig und bhüet di Gott.
    Nadja

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Barbara
    Was für ein schmuckes, heimeliges Haus! Ich kann mir gut vorstellen, wie es dich in den Fingern juckt, zum Pinsel zu greifen. Ich würde es jedoch im Originalzustand belassen, gerade weil es ein Emmentalerhaus ist.
    Übrigens habe ich vor ganz vielen Jahren auch Geige gespielt. Kein Wunder, denn meine Mutter war Geigenlehrerin. Es war dann sehr schwierig für mich, meinen Wunsch damit aufzuhören, durchsetzen zu können;-)!
    Liebi Grüess
    Nadia

    AntwortenLöschen
  3. Ja da Holz ist schon etwas Urig.......würde bestimmt meinem Mann gefallen... wenn es nach ihm ginge hätten wir überall Boaserien. Allerdings muss man gestehen, dass Holz seit Jahrtausenden nicht wirklich aus der Mode gekommen und damit einfach Zeitlos ist. Abgeblätterte Farbe sieht nach Jahren dann doch nicht mehr so ansehnlich aus wie einfache Holzbretter :)...... Ich bin gespannt wie man unsere heutigen Vorlieben in 30 Jahren beurteilen wird... mit z.B zieht sich der Magen zusammen wenn ich die psychodelischen Muster der 70-er Jahre sehe.... und auch die Wandgestaltung des Jugendstils... den ich ja eigentlich über alles liebe... ist manchmal sehr schwer verdaulich....jedenfalls für mich ;). Ich wünsche Dir noch viel Spaß bei der Erhollung mit deiner Geige
    Alles Liebe
    Joanna Maria

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Barbara
    das *Hüsli* ist ein wahres *Pischou* und wenn dann würde ich auch eher die Möbel weisseln als die Wände .
    Wäre zu schade wenn der *Ämmitouer -Charme* verloren ginge .
    Wenn du doch von zu Hause weg gehst , willst du doch einen *Tapeten -Wechsel* oder etwa nicht ? , grins.
    Häb en schöne Sunntig
    u liebi Grüess caro

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Barbara,
    du kannst dich glücklich schätzen so einen
    wundervollen Rückzugsort zu besitzen......ein Traum!!
    Die Einrichtung passt sehr gut zum Stil des Hauses,
    vielleicht kannst du ja einige helle Möbel dazu stellen und mit
    heller Deko ist der Eindruck schon ein ganz anderer.
    Eine schöne Woche wünsche ich dir!
    Ganz liebe Grüße
    Karin

    AntwortenLöschen
  6. Schön wenn man so einen schönen Rückzugsort hat... Büeti Mädeli pflegte mein Grosi immer zu sagen wenn sie mich sah... Heute kann man froh sein wenn einem die Freunde von den Kindern noch begrüßen... Ich wünsch dir noch einen schönen Restsonntag
    Grüssli Monika

    AntwortenLöschen
  7. Also, du weisst ja: In so einem Hexenhäuschen würde ich am liebsten LEBEN! Jeden Tag. Klar, dass ich das eine oder andere hell streichen würde, aber in Kombi mit Naturholz und ein paar dunklen Sachen wäre es absolut perfekt! Den Brotschrank aber, den wunderschönen, den würde ich so lassen, wie er ist!
    Gell, jetzt ist es einfach zauberhaft im Wald? Jetzt, wo's wieder so warm nach Holz riecht, die Leberblümchen in kleinen Horden ihre lilanen und weissen Köpfchen aus dem moosigen Waldboden recken und überall die Bäume und Büsche zu spriessen beginnen? Ich kann mich immer gar nicht erholen, wenn ich durch den Wald reite und all diese verschwenderische Pracht sehe! Unglaublich, wieviel Energie die Natur jedes Jahr im Frühling freimacht.....
    Weisst du was? Wenn uns mal alles verleidet und wir die Nasen voll haben, dann ziehen wir doch einfach mit unseren beiden Männdlis und unseren viebeinigen Freunden in euer "Mannelhüsi"! ;oD
    Uf WIederluege! (und das meine ich wörtlich!!),
    e scheenä Abig und ganz liebi Griessli!!

    AntwortenLöschen
  8. Da wäre ich jetzt auch gern, liebe Barbara. Das hört sich so ursprünglich an. Dazu das alte Häuschen ... aber ich würde es so nehmen, wie es ist, denn das gehört wohl dazu, weil es alt ist. Da schaut man dann mit anderen Augen ...
    Plattenspieler und Grammophon kenne ich noch aus meiner Kindheit und Jugend, wir besitzen sogar noch einen Stapel alter Schellack-Platten von meinem Daddy. :-)

    Was sind denn Bürdelis? Sieht wie ein Schlitten aus??

    Liebe Grüße und gute Nacht
    Sara

    AntwortenLöschen
  9. läck barbara, das ist sooo schön und ich verstehe und beneide dich. hab eben heute morgen zu meinem gg gesagt dass ich mich freue wenn meine prinzessinnen auf eigenen beinen stehen und ich mich in unser südländisches zweitdomizil verdrücken kann. nicht nur zum geniessen und abseilen sondern auch zum werken.... es gibt soviel zu tun aber sobald ich die maurerkelle oder den farbpinsel in der hand halte kommt sicher einer und will was von mir... dein heimetli sieht total gemütlich aus... ♥lichst, marika

    AntwortenLöschen
  10. Was für ein herrlicher Ort, liebe Barbara, hier kann man wirklich Kraft tanken und die Seele baumeln lassen! Ich musste auch ein wenig schmunzeln, denn hier bei uns in Bayern heißt es auch noch ganz selbstverständlich "Grüß Gott!" zur Begrüßung.......nicht nur bei den Älteren ;).

    Himmlische Frühlingstage und allerliebste Grüße, herzlichst Jade

    AntwortenLöschen